Thema T-05
Strategie, Restrukturierung & wirtschaftliche Urteilskraft
Restrukturierung ist Ergodizität im Feldversuch: Man lernt viel über Firmen, die den Ruin nicht ausgeschlossen haben.
Bevor ich Systeme gebaut habe, habe ich gelernt, sie zu sezieren — und zwar dort, wo es weh tut.
Wo ich mein Handwerk gelernt habe
Bei PwC im Bereich Business Recovery Services habe ich an Unternehmen gearbeitet, die um ihr Überleben ringen. Es gibt kaum eine bessere Schule für wirtschaftliche Urteilskraft: Man sieht in Echtzeit, welche Entscheidungen Organisationen fragil gemacht haben, und lernt, Zahlen nicht als Berichtspflicht, sondern als Diagnoseinstrument zu lesen. Bei Mercedes-Benz Consulting kam die Konzernperspektive dazu — Strategiearbeit in großen, politischen, trägen Strukturen, in denen die beste Analyse nichts wert ist, wenn man sie nicht durch die Organisation bewegt bekommt.
Schon davor habe ich als Vorstand Externes der studentischen Unternehmensberatung Consult.HN Projekte akquiriert und Teams koordiniert — Verantwortung, die man nicht simulieren kann, weil am Ende echte Kunden echte Rechnungen bezahlen.
Was daraus geworden ist
Diese Beratungsjahre haben mir zwei Dinge gegeben, die ich in jede Arbeit mitnehme: strukturierte Problemzerlegung, die auch unter Druck hält, und ein tiefes Misstrauen gegenüber Analysen, die nie mit der Realität kollidieren mussten. Meine Bachelor-Thesis über Risk-Parity-Portfolios über verschiedene Konjunkturzyklen hinweg war akademisch dieselbe Frage, die mich bis heute umtreibt: Welche Strukturen halten, wenn die Bedingungen sich drehen?
Was ich anbiete
Wirtschaftliche Einordnung mit Substanz: Geschäftsmodelle prüfen, Kapital- und Risikostrukturen bewerten, strategische Optionen unter Unsicherheit durchdenken. Ich verbinde die klassische Beratungs-Toolbox mit einem Theoriefundament, das die meisten Berater nicht haben — und einem Umsetzungshandwerk, das die meisten Theoretiker nicht haben.