Thema T-01
Ergodizitätsökonomie & Entscheidungen unter Unsicherheit
Ja, ich erkläre das auch auf Partys. Nein, ich höre nicht von selbst wieder auf.
Die meisten ökonomischen Modelle rechnen mit einem Trick, der selten laut ausgesprochen wird: Sie mitteln über tausend parallele Versionen deiner Zukunft — obwohl du nur eine einzige davon leben wirst. Die Ergodizitätsökonomie räumt mit genau diesem Denkfehler auf, und ich habe mich so tief in dieses Feld eingearbeitet, dass es inzwischen das Rückgrat meiner akademischen Arbeit bildet.
Was ich hier wirklich kann
Ich habe das Feld von den Grundlagen bis zur Kritik durchgearbeitet: das Framework von Ole Peters und dem London Mathematical Laboratory, geometrische Brownsche Bewegung und Volatility Drag, das Kelly-Kriterium als Wachstumsoptimum — und ebenso die Gegenpositionen von Doctor, Wakker und Wang, weil Überzeugung ohne Kenntnis der besten Einwände nur Lautstärke ist.
Der eigentliche Hebel liegt für mich aber nicht in der Theorie, sondern in der Übersetzung: Was folgt daraus für reale Organisationen? Genau dort setzt meine Masterarbeit an der Universität Mannheim an. Ich untersuche, wie sich Vermögensdynamiken, Risikoentscheidungen und Langzeitstabilität zwischen Organisationsformen unterscheiden — klassische Kapitalgesellschaften gegen Genossenschaften und Kooperativen gegen institutionelle Dauerläufer wie Kirchen und Stiftungen. Die Leitfrage: Welche Strukturen sind unter Volatilität robust, und warum überleben manche Organisationen Jahrhunderte, während andere am Erwartungswert-Maximieren zugrunde gehen?
Die Prinzipien, nach denen ich selbst arbeite
Aus dieser Forschung habe ich ein persönliches Betriebssystem destilliert, das ich nicht nur beschreibe, sondern lebe:
- Ruin zuerst ausschließen, dann Varianz suchen. Keine Hebel, die einen auslöschen können — finanziell, gesundheitlich, reputativ. Danach, und erst danach, aggressiv asymmetrische Wetten eingehen.
- Zeitdurchschnitt schlägt Ensemble-Durchschnitt. Ein Einzelleben ist nicht-ergodisch. Was zählt, ist der Pfad, den man tatsächlich geht.
- Der Überlebende schlägt den Erwartungswert-Maximierer. In einer Welt mit fetten Verteilungsenden ist Robustheit keine Vorsicht, sondern Strategie.
Wofür man mich buchen, fragen oder anschreiben sollte
Wer verstehen will, warum die eigene Risikostrategie auf dem Papier brillant und in der Realität fragil ist, ist bei mir richtig. Ich bringe Ergodizitätslogik in Kapitalallokation, Organisationsdesign und Strategiediskussionen — akademisch sauber fundiert und trotzdem in Sätzen, die man im Vorstand aussprechen kann. Aktuell suche ich außerdem Fallstudien-Organisationen und Forschungspartner für die empirische Seite meiner Masterarbeit: Genossenschaften, Stiftungen, Familienunternehmen mit langem Gedächtnis. Wenn das nach Ihnen klingt — melden Sie sich.