Projekt P-05Pilotiert
Saat — ein ökonomisches Gesellschaftsspiel
Der Gini-Koeffizient in der Schlussauswertung war beachtlich. Namen werden nicht genannt.
- RolleSpieldesign, Mechanik, Spielleitung
- WerkzeugeSpieltheorie · Verhaltensökonomik · Papier & Nerven
Man kann Verhaltensökonomik in Vorlesungen lernen. Oder man baut ein Spiel, lädt seine Freunde ein und sieht zu, was passiert. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden.
Das Spiel
Saat ist ein von mir entworfenes ökonomisches Simulationsspiel: Die Teilnehmenden treffen Portfolioentscheidungen, investieren in öffentliche Güter oder eben nicht, spielen Vertrauensspiel-Mechaniken durch und überstehen Eliminierungsrunden. Am Ende steht eine Auswertung, die die entstandene Vermögensverteilung offenlegt — inklusive Gini-Koeffizient.
Warum das mehr ist als Partyunterhaltung
Saat komprimiert die großen Fragen meiner akademischen Arbeit in neunzig Minuten erlebbare Realität: Wie verhalten sich Menschen unter Risiko wirklich? Wann kippt Kooperation? Wie schnell entsteht aus gleichen Startbedingungen Ungleichheit? Als Spielleiter lernt man dabei mehr über Anreizmechanismen als aus manchem Lehrbuchkapitel — und die Mitspielenden haben nebenbei einen denkwürdigen Abend. Das Spiel ist außerdem als mögliches Modul für Mitnand angedacht: kuratierte Gruppenerlebnisse als Produktschiene.